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    1,5 Tage geballte Erfahrungsberichte, Inspiration und Fachwissen bietet das Gründerforum für Zahnärzte am 29. und 30. September 2017 in Frankfurt.

8 Praxisgründer sind sich einig: Mutig sein lohnt sich! – Gründer Camp in Frankfurt

10.10.2017 | Events

Was für ein Wochenende!

Es war eine aufregende Zeit für das Gründer Camp Team. Nach etwa einem Jahr Vorbereitung startete Ende September das erste Gründerforum für Zahnärzte. Unter dem Motto „Zukunft eigene Praxis“ kamen rund 100 gründungsinteressierte Zahnärzte aus ganz Deutschland zusammen. Auf dem Frankfurter Union Gelände lauschten sie einem bunten Themen-Mix und hatten endlich mal die Gelegenheit, ihre brennendsten Fragen persönlich an 8 Praxisgründer zu stellen.

Doch wie kam es eigentlich dazu? Nach reichlichen Überlegungen entschied sich Henry Schein, unter der jungen Marke dent.talents. ein komplett neues Konzept aufzuziehen. Es gibt unzählige Veranstaltungen in ganz Deutschland für junge Zahnärzte. Doch Events, auf denen junge Zahnärzte ungeschönt ihre Gründung - und zwar mit allen Höhen und Tiefen - erzählen, gab es bislang nicht. Geboren war das Gründer Camp, auf dem Praxisgründer im Fokus stehen.

Programmhighlight: 8 Praxisgründer in 80 Minuten

Den Auftakt der Veranstaltung machten deshalb auch 8 Praxisgründer. Jeder der Gründer hatte 10 Minuten Zeit, seine ganz eigene Geschichte zu erzählen. Hier ein paar Highlights aus den Vorträgen:

  • Dr. Verena Freier betrat als Erste die Bühne. Sie nahm die Zuhörer mit auf eine Reise in ihre Zeit als angestellte Zahnärztin. Der Stress in ihrer Assistenzzeit veranlasste sie irgendwann zur Entscheidung: „Wenn schon Stress, dann für mich selbst!“. Verena fasste all ihren Mut zusammen und konzentrierte sich bei ihrem Konzept vor allem auf ihre Stärken in der ästhetischen Zahnheilkunde. Sie hatte Glück, fand das richtige Objekt in der richtigen Gegend und ist heute mehr als zufrieden mit der Entwicklung ihrer neu gegründeten Zahnarztpraxis in Bad Soden im Taunus.
  • Als zweiter Praxisgründer trat Dr. Philipp F. Gebhardt auf die Bühne mit Hauptstadtflair im Gepäck. Die Einweihung seiner KFO-Praxis in Berlin feierte er groß: Mit Berghain DJ und rund 900 Gästen. Nicht schlecht! Dass er damit polarisiert, ist ihm durchaus bewusst, doch es ist Teil seines Konzepts, das sich durch ihn und das starke Branding seiner Praxis BISS45 erfolgreich von der großen Konkurrenz in Berlin abhebt.
  • Zahnarzt Norbert Schulz berichtete über seine Praxisübernahme. Während er im Studium noch von einer nagelneuen Praxis träumte, entschied er sich später mit seiner Frau für die Übernahme einer Praxis in Nürnberg-Altenfurth. Er zeigte ausführliche Vorher-Nachher-Bilder und gab einen Einblick, wie man eine alteingesessene Praxis in eine coole Praxis mit Retro-Flair und modernster Technologie verwandelt. Und den alten Patientenstamm konnten sie im Handumdrehen von Innovationen wie CEREC und Laser überzeugen.
  • Das Ehepaar Dr. Aline und Dr. Michael Weyhrauch bietet in seiner Zahnarztpraxis am Fliednerplatz die klassische Zahnheilkunde und Oralchirurgie unter einem Dach. Die beiden sehen in dieser Kombination viele Vorteile: Sie sind unabhängig von Zuweisern, können sich fachlich austauschen und die Patienten bleiben in der Praxis. Außerdem empfahlen sie den Teilnehmern, bei einer Neugründung unbedingt bestehende Praxen im Umfeld zu überprüfen und herauszufinden, ob sich die Übernahme eines bestehenden Patientenstamms anbietet. Dres. Weyhrauch haben genau diesen Weg gewählt und konnten ihre Neugründung mit einem Patientenklientel so etwas entspannter starten.
  • Louis Arand setzte die Teilnehmer zu Beginn seines Vortrags in eine Zeitkapsel und katapultierte sie mitten in eine Situation, die für ihn als frischer Praxisübernehmer eine echte Herausforderung war: Kurz nach der Eröffnung seiner Praxis in Bottrop fiel der Strom aus. Und das bei einer vollen Praxis! Dass man da nervös wird, ist klar. Doch er verdeutlichte den Teilnehmern, dass Herausforderungen dazugehören, aber das große Ganze dafür entschädige.
  • Eva-Marie Müller steckt momentan mitten in der Übernahme einer Praxis am Münchner Stadtrand. In ihrem Kopf war die Gründung lange Zeit ein so großes Projekt, wie das Besteigen des Mount Everest. Bis sie eines Tages über eine schnuckelige kleine Praxis zur Übernahme ganz in ihrer Nähe stolperte. Nach anfänglicher Euphorie, großer Zeitinvestition in den Businessplan, etc., scheiterte sie an den Mietkosten, die um 40 % erhöht werden sollten. Doch sie gab nicht auf. Letztendlich fand sie eine Praxis, die zwar deutlich teurer war, aber auch viel besser zu ihr und ihrem Konzept passt.
  • Dr. Sonja Goupil zog das gesamte Publikum mit ihrem charmanten Vortrag in ihren Bann. Lebhaft berichtete sie darüber, wie sie schwanger den Entschluss fasste, ihre Zahnarztpraxis in Rust zu gründen. Als Mutter und Unternehmerin verteilt sie Aufgaben sehr klar und prüft regelmäßig, ob alles noch so funktioniert, wie geplant. Den Teilnehmern empfahl sie, sich gute Partner zu suchen und bei Schwierigkeiten kein schlechtes Gewissen zu haben, eine Geschäftsbeziehung zu beenden. Ihr Ziel war es immer, Beruf und Familie zu verbinden.
  • Jakob Osada trat als letzter Gründer auf die Bühne. Mit Ende zwanzig gründete er seine Zahnarztpraxis in Halle. Seine Zielgruppe sind Familien. Gemeinsam mit seinem Team sorgt er für eine einzigartige Atmosphäre. Dafür setzt er sich mit Herzblut ein: Gute Bezahlung, klare Aufgabenverteilung, regelmäßige Fortbildungen und kreative Events sorgen dafür, dass sich nicht nur das gesamte Team, sondern auch seine Patienten in seiner Praxis sehr wohl fühlen. Zum Schluss bat die jungen Zahnärzte im Publikum sich in der späteren Rolle als Chef immer mal wieder zurück zu erinnern. Sein Credo: Übertrage niemals eine Aufgabe an dein Team, die du selbst nicht machen würdest!
  • Dr. Verena Freier empfahl, sich bei der Gründung auf die eigenen Stärken zu konzentrieren. Sie selbst fasste 2015 all ihren Mut zusammen und startete in die Neugründung in Bad Soden im Taunus.

  • Dr. Philipp F. Gebhardt gab Tipps zum Aufbau einer starken Marke. Er gründete seine KFO-Praxis BISS45 2014 in Berlin.

  • Norbert Schulz berichtete über die Übernahme einer alteingesessenen Praxis in Nürnberg-Altenfurth. Er startete in 2013 gemeinsam mit seiner Frau in die Selbstständigkeit.

  • Dres. Weyhrauch kombinierten geschickt die Übernahme eines Patientenstamms mit einer Neugründung. Das Ehepaar eröffnete im Mai 2016 die Zahnarztpraxis am Fliednerplatz in Mühltal bei Darmstadt.

  • Louis Arand arbeitete bei der Suche nach einer passenden Übernahme mit klaren Suchkriterien. Dies empfahl er auch den Teilnehmern. Seine Praxis eröffnete er Anfang 2017 in Bottrop und zog dafür quer durch die Bundesrepublik.

  • Eva-Marie Müller steckt mitten in der Übernahme einer Praxis am Münchner Stadtrand, die sie voraussichtlich Anfang 2018 eröffnet. Sie berichtete, wie es dazu kam und welche Höhen und Tiefen sie bis hierhin schon erlebt hatte.

  • Dr. Sonja Goupil zog das Publikum mit ihrem lebhaften Vortrag in den Bann. Als Inhaberin einer Zahnarztpraxis in Rust und als Mutter jongliert sie tagtäglich mit den To-dos des privaten und beruflichen Lebens. Wie ihr das gelingt und wie sie To-dos abgibt, verriet sie in ihrem Vortrag.

  • Jakob Osada gründete 2015 seine Praxis in Halle mit Ende zwanzig. Schon heute denkt er über eine Vergrößerung nach und ist sich sicher, dass er den Erfolg vor allem seinem Team verdankt. Wie er sein Team motiviert, verriet er in seinen 10 Minuten.

Zeit zum Netzwerken kein Synonym für Pause

Puh, wir müssen gestehen: Dass die 80 Minuten gut werden würden, war uns schon vorher klar. Aber dass die 8 Praxisgründer ihre völlig unterschiedlichen Stories auf eine so spannende Art und Weise auf die Bühne bringen würden, hat uns mehr als beeindruckt. Man konnte die geballte Ladung Inspiration förmlich spüren und die Teilnehmer waren wie elektrisiert. Die perfekte Zeit für eine Verschnauf- und Netzwerk-Pause. Denn Netzwerken wurde beim Gründer Camp groß geschrieben: Alle 8 Praxisgründer traf man an kleinen Netzwerkinseln und die Teilnehmer konnten ihre ganz persönlichen Fragen stellen.

Praxiskonzept, Businessplan und Zeitreise Existenzgründung

Weiter ging es dann mit dem Vortrag zum Praxiskonzept von Gunnar Fellmann. 1985, zu Zeiten von Live is life, Cheri cheri lady & Rock me Amadeus, organisierte er seine erste Existenzgründung. Heute begleitet er mit seinem Team Jahr für Jahr eine Vielzahl an Gründungen, so z. B. auch die von Dr. Verena Freier und Dres. Weyhrauch. Er machte deutlich, dass zu einem guten Praxiskonzept vier Punkte gehören: ein stimmiges Behandlungskonzept, ein passender Standort, eine ausgeklügelte Marketing-Strategie und das richtige Personal.

Im Anschluss ging Michael Hage in seinem Vortrag zum Businessplan darauf ein, worauf die Bank bei der Prüfung wirklich achtet. Zur Frage „Was kostet eigentlich eine Gründung?“ verwies er darauf, dass dies ungefähr so einfach zu beantworten sei, wie die Frage „Was kostet eigentlich ein Auto?“. Aus seinem Erfahrungsschatz heraus gab er Anhaltspunkte und Tipps. Am Ende stellte er aber auch klar, dass der Gründer sich seiner Verantwortung bewusst sein muss: Sie sind der Übernehmer, Sie müssen hinter Ihrem Konzept stehen und die Bank nicht nur von Ihrem Projekt überzeugen.

Als letzter Redner im zweiten Block betrat Dennis Schaffer die Bühne. Er ist Existenzgründungsberater bei Henry Schein in Baden Württemberg. In seinem Vortrag nahm er die Teilnehmer mit auf eine Zeitreise durch die Praxisgründung. Dabei machte er deutlich, dass es keine pauschale Zeitschiene gibt, sondern viele Faktoren einen Einfluss auf die tatsächliche Länge einer Gründung haben.

Marketing, Kommunikation & Personalführung

Nach der zweiten Netzwerk-Pause zeigte Emmanuel Croué den Teilnehmern, worauf sie beim Praxis-Marketing wirklich achten müssen. Dabei ging er insbesondere darauf ein, wie man eine klare Positionierung für eine Praxis schafft, sich vom Wettbewerb abhebt und eine starke Marke entwickelt.

Zum Abschluss des ersten Tages kam nochmal Bewegung in den Saal: Personalführung und Kommunikation ist für viele Nachwuchs-Zahnärzte nicht nur ein, sondern DAS Thema. Die junge Generation muss sich als Führungskraft durchsetzen, aber auch gegen typische Ausflüchte wie „Das war schon immer so“. Frank Caspers beleuchtete in seinem Vortrag deshalb neben der Theorie vor allem die praktische Umsetzung.

Nach dem Programm und einer kleinen Umbauphase wurde noch ausgiebig geschlemmt, gequatscht und miteinander gefeiert. Eine Party am Abend war der krönende Abschluss des ersten Gründer Camp-Tages.

Workshops: Business Start-up: Ja oder Nein, CAD/CAM, Implantologie, u. v. m.

Am zweiten Tag des Gründer Camps konnten sich die Teilnehmer ihr Programm selbst zusammenstellen. Es wurden Workshops zu den Themen CAD/CAM, Laser, Ergonomie & Vergrößerung, Implantologie, Endodontie und Business Start-up: Ja oder Nein angeboten. Im Anschluss gab es ein Angebot von Kurzvorträgen alias Breakoutsessions zu den Themen Hygiene, Rechtliches, Praxisplanung, Röntgen, Auswirkungen des Antikorruptionsgesetzes auf Praxisgründer, Prophylaxe, Praxisgründung & Familie und Schwerpunkt Implantologie als Business Model.

Impressionen von Tag 2 erhalten Sie in dieser Bildergalerie:

  • Dr. Verena Freier teilte ihre Beweggründe für die Integration von CEREC in ihr Praxiskonzept.

  • Im Anschluss daran konnten die Teilnehmer das System selbst testen.

  • Im Workshop „Business Start-up: Ja oder Nein?“ konnten die Teilnehmer wichtige Impulse für ihre Zukunft sammeln.

  • Im Endo Workshop…

  • … hieß es Hands-on!

  • ZA Senghaas zeigte den Teilnehmern, worauf es bei der Ergonomie ankommt und wie ein System zur Vergrößerung den Alltag vereinfacht.

  • Norbert Schulz, Praxisgründer und Laser-Anwender, teilte sein Wissen.

  • Die Breakoutsession zur Praxisplanung von Loretta Frischkorn (Henry Schein) stieß auf großes Interesse.

  • Zahnärztin und Praxisgründern Dr. Sonja Goupil berichtete in der Breakout „Praxisgründung und Familie“, wie sie Familie und Praxis unter einen Hut bringt.

  • Dr. Verena Freier berichtete über die Begehung ihrer Zahnarztpraxis.

  • Eleni Kapogiannin, Referentin von CAMLOG, referierte zum Thema Implantologie.

  • Im Anschluss hieß es Hands-on.

  • RA Bischoff über Rechtsformen und rechtliche Stolpersteine bei der Gründung.

# Das Gefühl der Selbstständigkeit in einem Hasthag #

Zum Abschluss versammelten sich alle Teilnehmer noch einmal in der Union Halle. Für die Podiumsdiskussion wurden vorab Teilnehmerfragen gesammelt und ausgiebig diskutiert. Auf die Frage: „Beschreiben Sie das Gefühl der Selbstständigkeit in einem Hashtag“, antwortete Dr. Sonja Goupil: „#besteentscheidungever“ - und so bleibt uns nur noch Danke zu sagen: an alle Teilnehmer, Praxisgründer und die Unterstützer des Gründer Camps.

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