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Dr. Christine Rech

Praxisgründung - Jetzt oder nie

Eine Glasscheibe im Fußboden mitten in einer Zahnarztpraxis? Was das zu bedeuten hat, fragten wir uns beim Betreten der sonst sehr modern eingerichteten Praxis von Dr. Rech auch. Dr. Rech eröffnete ihre Praxis mitten in der malerischen Altstadt von Heidelberg. Mit dem Schloss, den einzigartigen Barockaltbauten und der ältesten deutschen Hochschule lockt die ehemalige Residenzstadt zahlreiche Besucher an. Und genau dieses altertümliche Flair spiegelt auch der Fußboden der Zahnarztpraxis von Dr. Rech wider.

Wie kamen Sie zu dem Gebäude und warum haben Sie sich für dieses denkmalgeschützte Objekt entschieden?

Ich habe mich vor Jahren in die Stadt verliebt und das Objekt über Bekannte entdeckt. Es hat mir auf Anhieb super gut gefallen, deshalb war ich umso glücklicher als ich die Möglichkeit bekam, die Räumlichkeiten für meine Neugründung zu nutzen. Bis dato wurde die Fläche als Büro genutzt. Die Räume haben einen einmaligen Charme und mein persönliches Highlight sind die Glasplatten im Fußboden, auf die ich später nochmal eingehe.

Welche Herausforderung bringt eine Gründung in denkmalgeschützten Räumen?

Bei einer Neugründung verläuft nie alles reibungslos, aber das gehört dazu. Zunächst mussten wir aufgrund des Denkmalschutzes auf die Baugenehmigung warten und das hat gedauert. Die Baumaßnahmen waren kein leichtes Spiel, da alle Räume sehr verwinkelt sind und es unterschiedliche Bauhöhen gab. Eine große Herausforderung war die Versetzung einer Glaswand, denn, mal abgesehen von dem Gewicht, ist die Deckenhöhe des Altstadthauses höher als die Norm. Die Handwerker haben trotz dieser Schwierigkeit sehr gut zusammengespielt und aus der Zahnarztpraxis ein echtes Meisterstück gemacht.

Wie haben Sie den richtigen Zeitpunkt für die Existenzgründung gefunden?

Nach vielen Jahren als Angestellte, wurde der Wunsch immer stärker, mein eigenes Ding zu machen. Mein Sohn ist 2008 geboren und war zum Zeitpunkt der Neugründung aus dem Gröbsten raus. Für mich hat sich dann die Frage gestellt: „Wie willst du weiter machen? Wenn gründen, dann jetzt oder nie!“ Zuerst dachte ich über eine Praxisübernahme nach und es gab erste Gespräche mit einer Zahnarztpraxis. Im Endeffekt passte dort das Timing nicht. Das Objekt wurde erst zu spät frei und kostentechnisch macht eine Neugründung meiner Meinung nach auf Dauer nicht viel mehr als eine Übernahme aus. Den Vorvertrag von dem jetzigen Objekt habe ich schon im Mai 2015 unterschrieben und offiziell kam es im September 2015 zur finalen Unterschrift des Mietvertrags. Nach der Baufreigabe Ende Oktober fingen die Umbaumaßnahmen an und wurden Ende Februar 2016 abgeschlossen. Die ersehnte Eröffnung feierten wir dann im März.

Was bietet Ihre Zahnarztpraxis?

Feststeht, dass in meiner Praxis keine Fabrikatmosphäre herrscht. Ich lege Wert darauf, dass die Patienten uns gerne besuchen und sich wohlfühlen. Ich bin spezialisiert auf Oralchirurgie. Das heißt, dass Implantologie, chirurgische Zahnentfernung, Wurzelspitzenresektion, die Parodontologie und die KFO-Chirurgie dabei nur ein Teil von meiner Arbeit sind. Zu meinem Behandlungskonzept hat sich auch der Laser und die Schmerztherapie hinzugereiht. Dazu habe ich viele Fortbildungen besucht. Mittlerweile gehören die beiden Fachbereiche zu meinen Steckenpferden und sind für meine Zahnarztpraxis echte Alleinstellungsmerkmale in der Heidelberger Altstadt.

Wie kommt es dazu, dass der Laser eine so wichtige Rolle spielt und was reizt Sie an der Laserbehandlung?

Ich interessiere mich schon lange für das Thema Laserzahnheilkunde. Ich war bereits auf vielen Veranstaltungen und bin Mitglied im Laser-Qualitäts-Zirkel. Dario Meinecke, selbst auch Referent und Laserspezialist bei Henry Schein, übertrug seine Begeisterung für den Laser auf einer Zugfahrt zu einer Laserveranstaltung auf mich. Der Austausch mit den Anwendern vor Ort bestärkte mich in der Entscheidung für den Laser. Für den Alltag muss man wissen, dass man den Laser als Behandler aktiv etablieren und den Patienten den Mehrwert verdeutlichen muss. Hat man das geschafft, ist es ein unbestrittenes Alleinstellungsmerkmal für die Zahnarztpraxis. Häufige Anwendung findet sich vor allem bei der Schmerztherapie, der Implantatfreilegung und bei der Emundo-Behandlung wieder.

Als Oralchirurgin sind Sie auf Zuweiser angewiesen. Wie gewinnen Sie diese?

Während der Gründungsphase habe ich verschiedene Praxen in der Umgebung besucht. Dazu gehörten auch Kollegen, die ich von meinem damaligen Angestelltenverhältnis her kannte. Ich erweiterte mein bestehendes Netzwerk durch In-House Schulungen, die ich selbst gebe. Außerdem besuchte ich auch viele Veranstaltungen. Dort fällt es leicht, neue Kontakte zu knüpfen.

Was sind Ihre persönlichen Highlights und würden Sie den Schritt in die Neugründung wieder gehen?

Definitiv ja. Nicht allein wegen der Einweihungsfeier in unserem Gewölbekeller [lacht]. Das war ein echtes Highlight. Unser Fußboden kommt bei den Patienten auch besonders gut an, da man inmitten meiner Zahnarztpraxis durch Glasscheiben auf mittelalterliche Ausgrabungen schauen und in eine andere Welt abtauchen kann. In unserem Gewölbekeller kann man sogar ein freigelegtes Skelett bestaunen. Eine zahnmedizinische Besonderheit ist das neue Handstück Genova für den Laser. Es dient zur Biomodulation, damit der Körper bei Verspannungen oder Entzündungen angeregt wird, schneller zu heilen. Wir sind sogar die erste stolze Zahnarztpraxis in Deutschland, die das Handstück eingeführt hat.

Nicht nur für mich war die Gründung eine Premiere: Birgit Brechtel, Außendienstmitarbeiterin von Henry Schein, hat mich in der Gründungsphase begleitet und hat mich tatkräftig unterstützt. Es war ihre erste Gründung in ihrer Funktion, die sie hervorragend gemeistert hat. Das Endergebnis kann sich sehen lassen! Ob ich den Schritt wieder gehen würde? Für mich hieß es jetzt oder nie und nun stehe ich in meiner Wunschpraxis mitten in der Heidelberger Altstadt und bin mein eigener Chef. Dafür lohnt es sich, Stolpersteine in Kauf zu nehmen.

Mehr Infos zur Praxis: www.oralchirurgie-rech.de

Profitieren Sie von den Erfahrungen von Dr. Christine Rech und lesen Sie in unserem Blog 5 Tipps, die Sie rückblickend allen Praxisneugründern gibt.