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Implantologie – Drei Praxisbeispiele

16.01.2019 | Jobtipps

Implantologie Banner

In diesem Blogbeitrage erzählt Andrea Stix von Camlog von drei Praxiskonzepten, die ihren Schwerpunkt in der Implantologie setzten. Drei Beispiele wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten:
    1. Eine Übernahme einer generalistischen Zahnarztpraxis trotz Fabel für Chirugie
    2. Eine fachspezifische Praxis für Oralchirugie mit harter Konkurrenz im Umfeld
    3. Eine Praxis mit Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie unter einem Dach mit einer Kinderzahnarztpraxis
Abschließend zieht Andrea Stix ein klares Resumee.

Implantologie-Profi auf Umwegen

In meiner Beratung lernte ich einen Zahnarzt kennen, der seinen Weg vorrangig nach betriebswirtschaftlichen Kriterien beschritt und dabei unglücklich wurde. Erst mehrere Strategiewechsel und Umwege machten ihn später zum Implantologie-Profi. Er hegte bereits während seiner Assistenzzeit eine Leidenschaft für die Chirurgie und bildete sich mit einem entsprechenden Master-Studiengang in den USA fort. Als dann die Entscheidung für eine Selbstständigkeit anstand, wägte er die verschiedenen Möglichkeiten seiner geplanten Unternehmung ab. Da die Prothetik eine lukrative und sichere Einnahmequelle darstellt, wurde der Kauf einer alteingesessenen, generalistischen Praxis mit Labor als sinnvollste Alternative gewählt. Entgegen der persönlichen Präferenz und der entsprechenden Ausbildung wurde die Chirurgie deshalb nicht fokussiert. Die Arbeit erfüllte ihn jedoch nicht, was zur Folge hatte, dass er die Praxis- Strategie anpasste. Erste Gehversuche in der Implantologie folgten: Gemeinsam mit einem Implantologen wurden in 2,5 Jahren 250 Implantate gesetzt. Er stellte alles rund um die Patienten-Akquise, Hygiene, Personal, Räumlichkeiten und Material zur Verfügung. Der Implantologe inserierte die Implantate und ließ ihn von seinem Wissen profitieren. Allmählich wechselten die Positionen von Operateur und Beobachter. Die Implantologie wurde fest in das Behandlungsportfolio integriert. Die Arbeit ging ihm leicht von der Hand und er bemerkte die Freude an seiner neuen Tätigkeit.

Schöner Nebeneffekt: Die monetären Ziele wurden nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen. Aus diesem Grund folgte ein zweiter Strategiewechsel: Die Implantologie wurde zum zentralen Tätigkeitsschwerpunkt der Praxis. Jedoch war die Chance, einen stabilen Überweiserstamm aufzubauen, vertan. Aus Furcht vor Patienten-Abwerbung sendeten die Kollegen keine Fälle. Dies hatte zur Folge, dass Neu-Patienten nun aus eigener Kraft generiert werden mussten. In der logischen Konsequenz mussten dann hohe Marketingbudgets über die gesamte Unternehmenszeit investiert werden, um so für entsprechende Patientenzahlen zu sorgen. Pro und Contra gaben sich hier also die Hand: Autark zu arbeiten bedeutet keine Abhängigkeiten zu haben. Jedoch fordert dies den Tribut von großer Eigeninitiative sowie einem zeitlich und finanziell hohen Investment.

Aus Liebe zur Perfektion

Implantat im Zahn

In einer anderen Situation beriet ich zwei hochmotivierte Jungzahnärzte, die das komplette Spektrum der zahnärztlichen Chirurgie anboten und sich dabei insbesondere auf die Implantologie fokussierten. Wissensdurst, ein hoher Anspruch an sich selbst und eine starke Motivation, perfekt zu arbeiten, standen im Vordergrund. Kein Wunder also, dass die Variante „Facharzt für Oralchirurgie“ gewählt wurde. Hochmodern sollte die neu gegründete Praxis sein und eine State-of-the-Art-Zahnmedizin anbieten. Aber damit differenzierte sich die junge Praxis im regionalen Umfeld nicht, denn ein zahnärztlicher Kollege bot exakt das gleiche Praxiskonzept an. Um dem eigenen Wunsch nach Perfektion gerecht zu werden und auf einem kontinuierlich hohen Level zu arbeiten, installierte die Praxis ein eigenes Weiterbildungskonzept rund um das Thema Implantologie mit Inhouse- Fortbildungen und Live-Operationen. Schon bald sollte auch eine Referententätigkeit auf der nationalen und internationalen Bühne folgen. Dies forderte einerseits die eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse permanent auf einem topaktuellen Niveau zu halten und förderte anderseits die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Kollegen anderer Fachrichtungen sowie die Reputation der Ärzte und ihrer Praxis. Mit dieser Idee blieben die Praxisinhaber ihrer eigenen Vision treu und fanden damit ihren ganz individuellen Weg zum Implantologie-Profi.

Vorsichtig zum Ziel

Ein drittes Beispiel erzählt die Geschichte eines Paares, das sich während des Studiums kennenlernte. Sie wollte keine eigene Praxis. Für ihn war das ein erklärtes Ziel. Durch Zufall erhielt er die Möglichkeit, einen Zahnarzt krankheitsbedingt zu vertreten. Mit dieser „Selbstständigkeit auf Probe“ konnte er seine Erfahrungen im Bereich Implantologie, die er bereits in der Assistenzzeit gesammelt hatte, weiter ausbauen. Nach zwei Jahren als Vertretungszahnarzt übernahm er die Praxis und sicherte sich den „Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie“. Die Implantologie war damit von Anfang an ein wichtiges Standbein seiner Praxis und zeichnet heute sein Behandlungsportfolio aus. Die Zahnärztin spezialisierte sich zwischenzeitlich auf Kinderzahnheilkunde und eröffnete ihre eigene Praxis, so dass zwei Marken unter einem Dach Platz fanden. Zunächst gingen beide Ärzte davon aus, dass die Kinderzahnarzt-Praxis von der größeren und älteren implantologischen Praxis profitieren würde. Aufgrund einer ausgeklügelten Marketingstrategie der Kinderzahnarztpraxis war dies jedoch nur zu Beginn der Fall. Neben der internen Kommunikation wurde ebenso die externe Kommunikation fokussiert, die Marketingaktivitäten in Radio, TV, Print und Web beinhaltete. Mittlerweile wird sogar ein Großteil der Neu-Patienten für die implantologische Praxis aufgrund der Aufmerksamkeit der Kinderzahnarzt-Praxis generiert. Viele Eltern erfahren über diesen Weg von der implantologischen Praxis und fungieren als wichtige Multiplikatoren. Die beiden Marken unter einem Dach ergänzten sich perfekt und bauen zudem seine Position als Implantologie-Profi weiter aus. Rückblickend verweist er darauf, wie clever es war, eine alteingesessene Praxis zu übernehmen, in der die Patienten bislang eher unterversorgt waren.

Infokasten: Persönlichkeitsprofil

Den eigenen Weg finden

Diese Geschichten zeigen auf, wie wichtig es ist, den eigenen Weg zu finden, und wie mannigfaltig die Möglichkeiten sind. Je eher die Vision der eigenen Tätigkeit klar skizziert wird, desto zielgerichteter kann die strategische Positionierung sowie eine Differenzierung im Wettbewerb geplant werden. Und dies spart Zeit, Geld und jede Menge Nerven. Aus diesem Grund setze ich in meinen Beratungen auf renommierte Persönlichkeitsanalysen, die die Lebensmotive betrachten und damit auf der tiefsten Ebene unserer Persönlichkeit untersuchen, was uns antreibt, glücklich macht, motiviert und auch hindert. Eine präzise Diagnose der Persönlichkeit hilft Klarheit darüber zu erlangen, wie der optimale Weg gestaltet werden kann. Damit wird z. B. deutlich, ob Einzel- oder Gemeinschaftspraxis, die Tätigkeit als angestellter Zahnarzt oder die Arbeit in der Wissenschaft bzw. in der Industrie das Mittel der Wahl sein sollte.

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Praxisberaterin Andrea Stix

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