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Ulrich Degen

Einfach machen!

Als Ulrich Degen anfing, nach einer geeigneten Praxis zu suchen, hat er genau einen Tag gebraucht, um sie zu finden: hell, modern, ausbaufähig, schickes Industriedesign, perfekter Standort in Darmstadt – genau, was er wollte. Allerdings ging das so überraschend schnell, dass er eigentlich noch gar nicht so weit war. Schon drei Monate später sollte eröffnet werden, und er stand erst mal vor einem riesigen Berg: Businessplan, Standortanalyse, Kaufvertrag, Abrechnungen, teaminterne Prozesse – viele offene Fragen und schlaflose Nächte. Aber für alle Probleme gab es Lösungen, und die Eröffnung wurde mit professioneller Hilfe bestens gewuppt.

Warum hast du dich dazu entschlossen, dich selbstständig zu machen? 
„Ich entscheide eigentlich fast alles emotional und aus dem Bauch heraus. Es war für mich aber immer klar, dass ich mich selbstständig machen möchte. Ich denke, wenn man seinen Beruf mag, er einem Spaß macht und man ihn leidenschaftlich macht, dann kommt das einfach irgendwann, dass man sich etwas Eigenständiges aufbauen möchte, um seine Ideen umzusetzen und kreativ zu sein. Das ist wie, wenn jemand Klavier spielt, dann will er auch irgendwann nicht mehr nur nach Noten spielen, sondern auch selbst komponieren.“

Was war dir für deine eigene Praxis wichtig?
„Dass sie mir gefällt und ich mich darin wohlfühle. Es macht einfach Spaß: sich eine Praxis einzurichten, ein Behandlungskonzept zu erstellen, ein Logo zu gestalten. Man kreiert schlussendlich eine eigene Marke und das ist etwas ganz Besonderes.“

Was ist dein Behandlungsspektrum?
„Mein Konzept ist wie eine kleine, feine Speisekarte. Man geht nicht gern in ein Restaurant, in dem es Döner, Pizza, Spaghetti und noch viel mehr gibt. Man möchte etwas Spezielles bekommen, aber nicht alles auf einmal. Und so ist meine kleine Speisekarte: vollkeramischer Zahnersatz (man muss nicht alle Materialien anbieten), Prothetik (überwiegend Teleskopprothesen) und Implantate.“

Was würdest du Zahnärzten raten, die kurz vor der eigenen Gründung stehen?
„Wenn man Spaß an seinem Beruf hat, dann sollte man es einfach machen. Die Patienten merken das und der Erfolg wird dann nicht lange auf sich warten lassen. Es gibt heutzutage gute Partner, mit denen man zusammenarbeiten kann. Die stärken einem den Rücken, übernehmen sehr viel Arbeit, von der ein Zahnarzt keine Ahnung hat, und ebnen einem den Weg in die Selbstständigkeit. Ich konnte bis eine Woche vor der Übernahme voll in der Praxis arbeiten, in der ich davor angestellter Zahnarzt war. Meine Wünsche, wo meine Praxis sein soll und wie groß sie sein soll, wurden komplett aufgenommen. Ich habe für mich die perfekte Praxis gefunden. Es ist also kein Hexenwerk und deswegen: einfach machen.“

Was muss man haben, um selbstständig zu werden?
„Ganz klar: Spaß am Beruf. Viele scheuen sich und denken, sie müssten erst mal Eigenkapital ansparen. Dabei klappt das auch ohne. Man braucht wirklich vor allem Spaß am Beruf, man muss Patienten für sich gewinnen und begeistern können. Und das war’s eigentlich auch schon. Alles andere kann man lernen, gerade den ganzen wirtschaftlichen Teil, denn man ist als Selbstständiger nicht nur Zahnarzt, sondern auch Unternehmer. Das lernt man aber alles, da wächst man hinein.“

Hattest du Zweifel oder Ängste?
„Schlaflose Nächte hat man immer mal, das ist, glaube ich, mit jeder Selbstständigkeit so. Aber das Einzige, was mir wirklich Angst gemacht hat, war die Frage, ob ich ein gutes Team zusammenstellen kann. Denn das ist wichtig. Man stellt sich nicht die Frage, ob der Stuhl funktioniert oder man morgen verlernt hat zu behandeln. Aber ein gutes Team zu finden, ist nicht einfach, und das hat mir Angst gemacht. Die Praxis hatte ich ohne Team übernommen und als wir eröffnet haben, waren meine Freundin, die ZMF ist, und ich allein. Das Wartezimmer war voll, es klingelte ständig an der Tür oder das Telefon läutete und mir musste eigentlich auch jemand assistieren. In dem Moment war es wirklich stressig, umso wichtiger war es, schnell Angestellte zu finden. Aber auch das hat geklappt und darüber bin ich total froh. Im Team können wir uns heute alle aufeinander verlassen, jeder kommt gerne in die Praxis und wir gehen familiär miteinander um. Alle sind supernett und freundlich und das Wichtigste: Die Patienten sind begeistert.“

  • Praxisteam

    Praxisteam

  • Behandlungsraum

    Behandlungsraum

  • Wartebereich
  • Ulrich Degen

    Ulrich Degen

  • Empfangsbereich

    Empfangsbereich

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  • Empfang

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