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Zahnärzte im Kaisersaal

Ein Juwel erstrahlt in neuem Glanz.

Im April 2014 eröffnete eine Zahnarztpraxis in Berlin, die so einzigartig ist, dass sie ihresgleichen sucht. Die Praxisräumlichkeiten befinden sich im sogenannten Kaisersaal im Schmuckhof des „Haus Cumberland“ am Kurfürstendamm. Dort erwartet die Patienten ein einzigartiges historisches Ambiente, kombiniert mit einer hochmodernen Praxisausstattung. Der Inhaber Andreas Bothe vertraute bei dem Aufbau seiner Zahnarztpraxis nicht nur auf die Kompetenz von Henry Schein, sondern auch auf den renommierten Architekten Manfred Treiling, dessen wohl bekanntestes Projekt die Umgestaltung der Kuppel des Berliner Reichstagsgebäudes ist.

  • Photos: Christian Gahl - Architekturfotograf

     

     

  • Photos: Christian Gahl - Architekturfotograf

  • Photos: Christian Gahl - Architekturfotograf

  • Photos: Christian Gahl - Architekturfotograf

Für diese Success Story standen uns Inhaber Andreas Bothe und Architekt Manfred Treiling Rede und Antwort.

Was war ihr erster Gedanke, als Sie den Kaisersaal zum ersten Mal betreten haben?

Andreas Bothe: „Die Spuren der wechselvollen Geschichte des „Haus Cumberland“ waren bei meinem ersten Besuch im Jahr 2011 sehr deutlich zu sehen. Dennoch ahnte man die alte Pracht des Raums: die herrlichen Deckengemälde, die goldenen Stuckaturen, die reich verzierten Marmorkamine. Spontan war ich fasziniert von diesem versteckten Juwel, das ich entdeckt hatte. Meine Vision war sofort klar: Ich wollte diesem Raum nicht nur zu neuem Glanz verhelfen, sondern ihn auch öffentlich zugänglich machen.“

In welchem Zustand war der Kaisersaal bei Ihrem ersten Besuch?

Manfred Treiling: „Begründet durch seine Geschichte, war der Saal in einem sehr, sehr schlechten Zustand. Das „Haus Cumberland“ wurde 1911/12 als „neuer Typus des weltstädtischen Wohn- und Gasthauses vornehmsten Stils“ erbaut. Nach einer kurzzeitigen Nutzung als Hotel zog im Ersten Weltkrieg das „Kaiserliche Waffen- und Munitionsbeschaffungsamt“ ein und ab 1936 verschiedene Ämter der Finanzverwaltung. Zuletzt war das „Haus Cumberland“ bis 2002 Sitz der Steuerabteilung der Oberfinanzdirektion. Anschließend stand es inklusive des Kaisersaals leer und wurde nur noch temporär für verschiedene Events genutzt. Das sah man den Räumlichkeiten stark an. Die Oberflächen waren grünlich eingefärbt und die Struktur der Oberfläche hatte ebenfalls sehr stark gelitten.“

Was gilt es beim Denkmalschutz zu beachten?

Manfred Treiling: „Viele Bauherren scheuen sich vor Projekten, die unter Denkmalschutz stehen. Dabei lassen diese Projekte meist mehr Spielraum, als das Wort vermuten lässt. In den meisten Fällen sind unterschiedliche Schichten vorhanden. Dann gilt es, aus der Vielzahl zeitlicher Strukturen eine neue Formation herauszuarbeiten. Die Antwort auf die Frage „Was ist eigentlich das Original?“ lautet häufig: „Nicht unbedingt die erste Schicht!“. Die Schwierigkeit liegt deshalb häufig eher darin, sich für eine der zu Tage gebrachten Strukturen zu entscheiden, als bürokratische Hürden zu nehmen. Konkret bedeutete das: Abgebrochene Stuckaturen wurden nachgeformt, Deckenmalereien restauriert, Farben und goldfarbene Ornamente möglichst originalgetreu erneuert. In der zweiten Phase wurde ein neuartiges Raumkonzept verwirklicht, eine Binnenarchitektur mit drei Behandlungseinheiten.“

Wie haben Sie das passende Team für dieses außergewöhnliche Vorhaben gefunden?

Andreas Bothe: „Auf der Suche nach dem passenden Architekten habe ich voll auf mein Bauchgefühl vertraut. Nachdem ich den Saal mit mehreren Architekten besichtigt hatte, entschied ich mich für Manfred Treiling. Dessen leuchtende Augen bei der Führung durch die Räumlichkeiten gaben mir die Sicherheit, den richtigen Partner für mein Vorhaben gefunden zu haben. Für solch ein Projekt braucht man neben einer hohen Professionalität auch viel Leidenschaft.

Bei der Wahl eines Dentaldepots fiel die Entscheidung deutlich leichter. Da ich bereits seit 1994 selbstständig bin und schon seit 20 Jahren sehr zufrieden mit Henry Schein zusammenarbeite, war für mich klar, dass ich meine neue Praxis ebenfalls mit Henry Schein einrichten würde.“

Wie sah diese Zusammenarbeit aus?

Andreas Bothe: „Gemeinsam mit Manfred Treiling begann die Planung des Umbaus. Dabei waren wir uns ziemlich schnell einig, dass wir im Kaisersaal Tradition und Innovation miteinander verknüpfen wollten. Beim Stichwort Innovation kam Henry Schein ins Spiel. Die Praxis musste so aufgebaut werden, dass alle hochmodernen Geräte ihren sinnvollen Platz finden würden. Bei der Beratung rund um die Produktauswahl und Platzierung stand Henry Schein uns zur Seite. Durch die klaren Briefings im Team gelang es Manfred Treiling deshalb bereits mit seinem ersten Entwurf, mich zu überzeugen. Es folgten aufwändige Renovierungsarbeiten mit viel Liebe zum Detail. Das Ergebnis übertrifft jegliche Vorstellung, die ich vor dem Umbau hatte. Die historische Ausstrahlung des Kaisersaals wurde perfekt mit modernsten Elementen einer Zahnarztpraxis kombiniert.“

Worin lag der größte Reiz für Sie dieses Projekt zu realisieren?

Manfred Treiling: „Der größte Reiz lag für mich darin, der Anforderung von Andreas Bothe gerecht zu werden, eine hochmodernen Zahnarztpraxis aus dem 21. Jahrhundert mit der Historie eines 100 Jahre alten Objekts zu verbinden. Die ersten Ideen für diese Lösung hatte ich bereits beim ersten Besuch, und mir war von Anfang an klar, dass ich dieses Projekt unbedingt durchführen wollte. Die Zusammenarbeit mit Andreas Bothe war ein Glücksfall. Er hat mir viele Freiraum gelassen, was ungewöhnlich für einen privaten Bauherrn ist. Die puristische Kubenform der Behandlungseinheiten grenzt sich bewusst vom verschwenderischen Dekor ab, greift jedoch Strukturprinzipien wie das Quadrat und die harmonisierende Symmetrie auf. Glaswände sorgen für Transparenz, erlauben überraschende Perspektiven und sichern dennoch die nötige Privatheit bei der Behandlung. Bei der Umgestaltung wollten wir nicht den Stilbruch, sondern die harmonische Ergänzung. Das verband mich von Anfang an mit Andreas Bothe. Er ist der Zahnarzt, der seinen Patienten das Lächeln zurückgibt. Unser architektonisches Konzept sollte diesen Ansatz widerspiegeln.“

Der Kaisersaal war die erste Zahnarztpraxis, die Sie geplant und umgesetzt haben. War das eine Herausforderung für Sie?

Manfred Treiling: „Die beiden größten Herausforderungen lagen darin, die Arbeitsabläufe einer Zahnarztpraxis und die Technikstrukturen zu verstehen. Meine Besuche im Dentalen Informations Center (DIC) von Henry Schein haben mir dabei sehr geholfen. Dort hatte ich nicht nur die Möglichkeit, mir die Geräte live anzusehen, sondern konnte mich außerdem mit den Spezialisten für Produkte, Arbeitsabläufe, Installation und technische Planung austauschen: Wie viel Platz benötigt man für die Hinterkopfarbeitsweise? Welche Flächen sind für die Assistenz notwendig? Welche Anschlüsse werden gebraucht? Natürlich hat man die Möglichkeit, sich dieses Wissen anzulesen. Doch es ist wesentlich einfacher und effektiver, sich ein Bild in einer realen Umgebung zu machen und verschiedene Szenarien durchzuspielen.

Man muss wissen, dass eine Praxis wie diese für das gesamte Projektteam eine Herausforderung darstellt. Im Vergleich zu einem Neubau auf der grünen Wiese oder einem einfachen Umbau sind die Ansprüche an alle Beteiligten deutlich höher. Sie erfordern ein enormes Know-how und vor allem eine professionelle Zusammenarbeit, verbunden mit einer transparenten Kommunikation. All diese Punkte haben in diesem Projekt gestimmt. Mit dem Ergebnis: Schönheit und Funktionalität, die sich perfekt ergänzen.“

Welche Zielgruppe sprechen Sie mit Ihrer Praxis an?

Andreas Bothe: „Da es mir ein Anliegen ist, den Kaisersaal öffentlich zugänglich zu machen, behandele ich nicht nur Privat-, sondern auch Kassenpatienten. Mein Praxiskonzept ist sehr stark auf die ganzheitliche Therapie ausgerichtet, deshalb ist meine Zielgruppe der gesundheitsbewusste Patient. Wir arbeiten mit hochmodernen Technologien bei Diagnostik und Therapie, gleichzeitig steht immer der ganze Mensch im Mittelpunkt. Wer sich zahnmedizinisch perfekt versorgt, aber auch individuell behandelt fühlen möchte, ist bei uns im Kaisersaal mit seinem einzigartigen Ambiente an der richtigen Adresse. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Ärzten anderer Fachrichtungen ergänzt dieses Konzept.“

Wo lagen die Top 3 Herausforderungen bei der Realisierung Ihrer Vision der Zahnarztpraxis im Kaisersaal?

Andreas Bothe „Für mich gab es drei große Anforderungen: Wie schaffe ich es, dem Kaisersaal so wenig Schönheit wie möglich zu nehmen, aber gleichzeitig für Schallschutz, Intimsphäre und Wohlfühlatmosphäre für meine Patienten zu sorgen? Mein Praxisteam und ich sind sehr glücklich, dass dies Manfred Treiling gelungen ist und wir nun in einer Praxis arbeiten können, die diese Anforderungen voll erfüllt.“

Vielen Dank für das Gespräch.

Weitere Info's zur Praxis online unter www.zahnaerzte-im-kaisersaal.de.

 

Praxisausstattung:

Behandlungseinheiten: Sirona Teneo inkl. Multimedia

Röntgen: Sirona Röntgen OPG XG3D; Kleinröntgengerät Sirona Heliodent mit Sensor

Mikroskop: Zeiss Opmi Pico

Hygiene: Sirona DAC Universal Kombiautoklav; Melatherm Thermodesinfektor

Druckluft & Absaugung: Dürr Powertower

Turbinen, Hand- und Winkelstücke: B.A. International Ultimate Power+